Tag 22 – matschen wir mal…

Ich weiß ehrlich gesagt nicht warum. Aber Enten mögen Matsch. Was die da fressen? Ich habe nicht die geringste Ahnung.

O.k. – wahrscheinlich habe ich das Video nur gepostet, weil das eine Küken bei 0:48 so schön deppert beim Putzen das Gleichgewicht verliert  😉

So viel Zeit nebenbei hatte ich gestern nicht. Klar, ich machte meine Hausaufgaben auch bei den Temperaturen. Wahrscheinlich habe ich mich auf dem Hof mehr bewegt, als die Enten, die da den ganzen Tag draußen sind. Es ist schwierig, jetzt den Entwicklungsunterschied von einem einzigen Tag festzustellen. Aber was deutlich zu sehen ist: Die bekommen Schwanzfedern.

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Auf was ich noch gar nicht eingegangen bin: Die Beine sind schon länger mehr und mehr orange geworden. Am Anfang waren die eher braun.

Die Brust ist jetzt schön gemustert.

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Ich habe einmal verglichen, wie weit die Enten vor zwei Jahren zu diesem Zeitpunkt waren. Ich habe kein Bild vom 22. Tag, aber vom 21.:

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Schon fast erschreckend, wie identisch die Entwicklung quasi auf den Tag genau ist. Wenn es genauso läuft, wie damals, dann verlässt mich die letzte Ente am 56. Tag.

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Tag 20/21 die ersten Federn

Es ist ein eingespieltes Ritual zwischen den Enten und mir. Einmal am Tag, meist um die Mittagszeit, wechsle ich das Wasser des Pools, es gibt neue Wasserlinsen, frischen Salat und die Futterschüssel wird gefüllt. Und die Bande hat vor mir am meisten Angst. Mehr als vor Fremden komischerweise. Dabei war dieses Jahr noch nie eine Situation, wo ich einmal ein Küken retten musste und damit in die Hand nehmen. Undank ist der Welten Lohn 😉

Wenn ich das Wasser wechsle, fliehen sie. Meist verstecken sie sich unter dem Müllcontainer.

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Ich erledige meine Arbeit und noch während das Wasser einläuft in den Pool, kommen die Entchen aus ihrem Versteck und erobern den Pool.

Ich habe den Schlauch inzwischen so verlegt, dass ich ihn nicht mehr aus dem Becken nehmen muss. Dann muss ich sie nicht ein zweites Mal verjagen, um den Schlauch zu bergen.

Gestern fiel mir dann eine Veränderung auf. Anfangs haben die Küken nur ein Daunenkleid, jetzt kommen die ersten Federn dazu.

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Ist es zu heiß, wie heute, verstecken sich die Enten auch gerne im Grünstreifen, in dem sie ausgebrütet wurden. Besonders vormittags, denn da ist der Hof in der prallen Sonne. Nachmittags kommt dann der Schatten des Hauses über den Hof.

Half nichts. ich musste sie wieder verjagen, um das alles wieder sauber zu machen. Dabei eine Unterhaltung mit einer Nachbarin vom Balkon des Nachbarhauses. Ist schon interessant. So mancher Nachbar denkt, ich würde Enten für mich züchten. Dass die von alleine kommen, ist wohl nicht allen klar. Dass die Enten eine große Fangemeinde im Internet haben ebenfalls nicht. Nicht, dass die Internetadresse auf der Haube absichtlich so groß wäre, damit man diese Seite hier findet…

Manch ein Blogleser oder Verfolger der Facebook Seite ist wahrscheinlich ein wenig neidisch, dass sie die Enten nicht einfach vom Balkon aus beim Aufwachsen beobachten kann. Aber dafür berichte ich ja, weil das einfach ein nettes kleines Naturspiel auf dem Hinterhof ist.

Kaum ist der Pool frisch gemacht mit sauberem und vor allem auch kaltem Wasser, kommt Stimmung in die Bude.

Inzwischen haben sie auch ein Matschbecken. Es ist nicht ständig belagert, aber trotzdem, ab und an wird auch da Futter gesucht.

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Nach nur einem Tag sind es bei den Küken schon mehr Federn. Zwar entwickeln alle Federn, aber leichte Unterschiede im Federkleid sind zu erkennen.

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Der Übergang sieht ein wenig albern aus, aber das soll ja ein schönes Federkleid werden und so rasch, wie die sich entwickeln, kann es nur noch ein paar Tage dauern, bis so langsam die ersten Flügelfedern entstehen. Bis sie fliegen können, dauert es aber noch.

 

Tag 18/19 Regen und Parkplätze

Am gestrigen Sonntag regnete es in Mainz. Das stört die Küken aber nicht – im Gegenteil. Pfützen finden die Küken super, da wird gleich darin nach Futter gesucht.

Besonders die Ritzen zwischen den Betonplatten – da ist Matsch. Und gibt es tolleres als Matsch? Für die Rheinstraßenküken nicht.

Ich sollte denen auch mal eine Schale voll Matsch hinstellen, dann können die auch matschen, wenn es nicht regnet.

Die Küken rennen inzwischen auch ohne Mutter über den Hof, sie kommen damit glücklicherweise zurecht, jetzt auf sich gestellt zu sein. Und sie verwenden, wie im ersten Video zu sehen, auch die Autos, die auf dem Hof parken als Unterstand. Muss man ein wenig drauf achten, denn wenn man wegfährt und die Enten nicht bemerkt… Ist heute Morgen auch einmal passiert. Ich hatte die Küken nicht gefunden, das Tor stand wegen der Müllabfuhr offen. Dachte schon, sie sind rausgerannt, was schlecht wäre, weil ja keine Mutter mehr dabei ist, aber sie lagen unter einem Auto. Sie konnten aber wegrennen, als es losfuhr. Glücklicherweise saßen sie nicht direkt neben dem Reifen.

Ein anderes Auto stand geparkt diesmal SEHR nahe am Pool. Gut, dass es ein SUV war, ein normal hohes Auto hätte die Kiste vermutlich in den Pool geschoben – und ob der das ausgehalten hätte?

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Das Wasser musste ich trotzdem wechseln, da es gestern geregnet hatte, hatte ich mir meine Sonntagsauszeit gegönnt und das Wasser fing schon zu riechen an.

Da die Salatschale unter dem Auto lag, gab es den Salat, den ich in der Mittagspause geholt habe samt einer Brotzeit für den Entenpapa, eben einmal direkt in den Pool.

Dank der eingegangenen Spenden ist es kein Problem, öfters einmal einen Salat zu kaufen. Danke an dieser Stelle wieder einmal an die Spender.

Übrigens: Die Rheinstraßenküken haben inzwischen ihre eigenen Visitenkarten:

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Hatte schon mehrfach die Situation in einer Unterhaltung mit mehreren Leuten, dass ich auf die Enten angesprochen wurde und andere fragten, wo man das denn im Internet findet. Und da ich Grafiker bin, hab ich mal schnell in einer kleinen Pause etwas entworfen und kostenlos drucken lassen. Ist dann zwar Werbung auf der Rückseite, aber das ist mir egal, geht ja darum die Infos weiterzugeben. Und das gespendete Geld investiere ich lieber in Salat und anderes Futter…

Tag 16/17 – die Entenmutter ist wohl weg…

Wir haben jetzt Samstag und was soll ich sagen? Seit Donnerstag habe ich die Mutterente nicht mehr gesehen. Ich habe mich auch mit Nachbarn unterhalten – es geht nicht nur mir so.

Was ist passiert? Ich kann mal wieder nur spekulieren. Ich hatte bei der ersten Generation schon einmal den Fall, dass die Mutter nicht wiederkam. So unter dem Motto: Die sind doch versorgt, mein Job ist getan. Die schaffen das auch ohne mich.

Es könnte aber auch sein, dass der Mutter bei ihrem letzten Ausflug etwas passiert ist, aber das wollen wir nicht hoffen.

Ich gebe die Hoffnung noch nicht komplett auf, dass die Mutter noch wiederkommt, aber ich stelle mich aber jetzt auf die Situation ein: Es gibt keine Mutter mehr auf dem Hof, die auf die Kleinen aufpasst.

Die Küken haben sich relativ schnell auf die Situation eingelassen. Längst tollen sie selbst wenn die Mutter nicht danebensteht.

Ich habe mir gestern mal den Spaß erlaubt und hab eine Badeente mit in den Pool gesetzt.

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Der Spieltrieb der Küken hält sich aber in Grenzen. Sie fanden es einfach doof, dass man die nicht fressen kann.

Sie verbringen inzwischen die meiste Zeit in oder am Pool. Die Ausflüge über den Hof – da war immer Muttern die führende. Es kann natürlich auch sein, dass sie am Pool eben die Mutter zurückerwarten.

Deshalb muss ich die Küken auch verjagen, wenn ich das Wasser wechsle. Doch das war heute dringendst nötig. Was eine Drecksbrühe! Es regnete zwar leicht, aber was muss, das muss. Beutet Wasser ablassen, Schalen für Wasser ausspülen, den Platz etwas abspritzen vom Entenkot, …

Das dauert etwas und immer wieder kam die Bande um die Ecke, um zu sehen, wann sie endlich wieder in den Pool können. Bis der große Pool wieder vollgelaufen ist, dauert und da es regnete, ließ ich das Wasser einfach durch den Schlauch laufen. Das dauerte den Enten deutlich zu lange. Und so sprangen sie bereits in den halbvollen Pool – das Foto entstand etwas später.

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Ja, frisches Wasser mögen sie.

Hoffen wir, dass die Enten inzwischen schon zu groß sind für Krähen, sollten die noch auftauchen. Die Mutter kann sie wohl leider nicht mehr warnen…

Tag 14/15 – Wasserlinsenoverflow

Die Rheinstraßenküken entwickeln sich weiterhin prächtig.

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Die Mutter haut jetzt auch mal länger am Nachmittag ab. Fünf der Küken nehmen das total lässig, aber eine, ich habe sie „Heulsuse“ genannt, macht immer erst einmal Radau, um nach der Mutter zu rufen.

Gestern hatte ich keinen Kopfsalat mehr, nur etwas Eisbergsalat. Der ist schwieriger zu fressen, die eine oder andere Ente kämpft dann ein wenig. Aber wenn es nichts anderes gibt, wird auch der gefressen.

Ich kam zu dem Schluss, dass ich mehr Wasserlinsen brauche. Und da ich die Zeit nicht habe, jetzt auch noch durch die Gegend zu fahren, um Wasserlinsen einzusammeln, beschloss ich, die einfach auf eBay eine Monsterportion zu ordern.

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Gestern bestellt, heute bereits geliefert.

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Mit den 3 kg habe ich mich echt etwas verschätzt. Ich habe das im kleinen Pool und zwei Schalen auf dem Dachgepäckträger meines Anhängers „gebunkert“, weil da die Küken nicht drankommen, um es auf möglichst viele Tage zu verteilen. Die Schicht Wasserlinsen ist mehrere cm dick, ich hoffe, die gehen nicht so schnell ein, um auch alle verfüttern zu können über die nächsten Tage, wenn nicht Wochen.

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Aus Facebook berichtete ich darüber und bat um eine kleine Spende via PayPal an enten@fusseltuning.de – und es kamen spontan auch Spenden. Nicht der komplette Betrag, aber es hilft. Danke an alle Spender(innen) im Namen der Küken!

Heute Nachmittag stand dann wieder eine Saubermachaktion an, das Wasser war schon sehr trüb.

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Ich musste letztendlich die Küken vertreiben, die Mutter kam und kam nicht wieder. Der Filter bekam einmal komplett neue Filterwatte. Ich wasche die normal nur aus im Dreckswasser des Pools, aber ab und an mache ich das neu, die Packung reicht für einige Füllungen und wenn die Packung bis zum Ende reicht, dann ist es ja in Ordnung.

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Der erste Eimer Kü-Start, als das, wie es einer getauft hat, Raketenfutter, ist inzwischen verfüttert. Natürlich habe ich bereit einen zweiten Eimer besorgt. Ich wechsle zu einer größeren Futterschale, dann muss ich nur einmal am Tag nachfüllen. Je größer die Küken werden, desto größer wird auch ihr Appetit.

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Zum Abfischen der Wasserlinsen habe ich mir inzwischen aus einem Billigladen ein Sieb besorgt, vereinfacht es ungemein.

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Am ersten Tag mit den neuen Wasserlinsen gab es dann gleich mal eine ordentliche Portion in den Pool. Ich muss ja jetzt nicht mehr geizen.

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Spannend, wie sie es annehmen werden. Obwohl – ich wusste ja, dass sie auf Wasserlinsen abfahren. Ich habe den Moment erwischt, als sie das erste Mal in den Pool kamen mit den frischen Linsen.

Ganz offensichtlich ein Festmahl. Sie zögerten keinen Moment und fingen direkt an, die Wasseroberfläche abzugrasen. Das war eine gute Idee mit den Wasserlinsen. Mal sehen, wie lange die 3 kg reichen.